Tropische Früchte legen in der Regel viele Transportkilometer zurück, bis sie zum Produzenten kommen. Nicht der ökologische Fußabdruck ist dadurch sehr ungünstig, auch dem Geschmack der Früchte hilft diese Art von Handel wenig. Wer schon einmal eine reife Banane oder eine Mango direkt in den Tropen gegessen hat, weiß, wovon wir sprechen. Aber es gibt Lösungsansätze.
Auf ARTE lief eine Sendung über den Anbau von tropischen Früchten in Südspanien. Es war faszinierend anzusehen, wie eine Gruppe junger Landwirtinnen und Landwirte innovative Wege einschlägt, um ihre Betriebe überlebensfähig zu halten. Sie nützen die klimatischen Vorteile der Region zwischen Málaga und Grenada, wo einige Gebiete zur Genüge Wasser für den Anbau tropischer Früchte haben. Sie nützen Schmelzwasser aus dem Gebirge in einem Stausee, den die landwirtschaftlichen Betriebe anzapfen dürfen. Die spanische Regierung förderte dort die dafür notwendige Infrastruktur, wodurch der Anbau jetzt wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen kann und über den Tourismus hinaus neue Arbeitsplätze schafft.
So wurde die spanische Bewegung „Tropiterranean“ ins Leben gerufen, um den Anbau subtropischer und tropischer Pflanzen im Mittelmeerraum, die sonst nur in Südamerika, in einigen asiatischen oder zentralafrikanischen Ländern vorkommen, bekannt zu machen und zu erforschen. Eine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit der dortigen Landwirtschaftsbetriebe besteht mit der Universität Málaga.
Die fast durchwegs biologisch arbeitenden (oder in Umstellung begriffenen) Landwirtschaften haben sich auf den Anbau von Avocados, Mangos, Papayas und anderer tropischer Früchte spezialisiert und arbeiten daran, den Wasserverbrauch drastisch zu senken. So verbraucht ein Kilo Avocado durchschnittlich 700 Liter Wasser (Zum Vergleich: Nektarinen verbrauchen mehr als 900 Liter). Durch effizienten Einsatz von Bewässerungskanälen und Zisternen konnte der Verbrauch schon auf 400 Liter gesenkt werden. Doch das man will noch weiter verbessern.
Auch die kurzen Transportwege innerhalb Europas zu den Konsumentinnen und Konsumenten bringen im Vergleich zum Import der Früchte aus Übersee eine deutliche Reduktion des ökologischen Fußabdrucks.
Wir bestellen über die Webseite Crowdfarming. Das ist eine europäische Direktvermarktungsplattform, auf der Landwirtinnen und Landwirte aus ganz Europa ihre Waren anbieten können. Als Crowd kann man beispielsweise einen Baum „adoptieren“, dessen Ertrag man dann zugestellt bekommt, oder einfach nur eine Kiste eines bestimmten Produkts kaufen. Die Früchte werden in optimaler physischer Reife geerntet und sofort verschickt, meist erhalten wir die Waren innerhalb von 48 Stunden. Wir haben bis dato nur gute Erfahrungen mit unseren Bestellungen gemacht.
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