Erbsensalat mit Stunden-Ei

Dieser Salat lässt schon ein wenig Vorfreude auf Ostern aufkommen. Das frische Grün der Erbsen und des Spinats harmoniert nicht nur optisch wunderbar mit dem orangefarbenen Paprika und dem cremigen Dotter. Diesen Salat sollte man so vorbereiten, dass er sofort, nachdem das Stundenei auf den Salat geglitten ist, serviert werden kann.

Das Stundenei wird tatsächlich eine Stunde lang gegart. Allerdings bei niedriger Temperatur von idealerweise 63,5° C. Die Idee dazu stammt aus Japan, wo Eier in der Onsenquelle, dessen Wasser exakt diese Temperatur hat, eine Stunde gegart werden, daher auch „Onseneier“. Da Eiweiß erst bei 70° C stockt, Dotter aber schon früher, erreicht man eine durchgehende cremige Konsistenz. Bei guten Bioeiern wird das eigene Aroma so kräftig, dass Gewürze nahezu unnötig sind.

Zutaten (2 Personen als Hauptspeise)

  • 2 Bioeier
  • 250 g ausgelöste frische Erbsen
  • 100 g Babyspinat
  • ½ TL frisch gehackte Minzblätter
  • 2 - 4 kleine orangefarbene Paprika
  • Salz und Pfeffer

Dressing:

  • 2 EL Himbeeressig oder
    ein anderer feiner Fruchtessig
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • nach Belieben etwas Senfpulver oder Senf

Für die Stundeneier einen Topf mit Wasser füllen und einen Sous-Vide-Stab auf 63,5° C einstellen. Ist die Wassertemperatur erreicht, die Eier mit der Schale vorsichtig ins Wasser gleiten lassen. Die Eier eine Stunde bei 63,5° C simmern lassen. Ohne Sous-Vide-Stab Wasser in einem mittleren Topf mit einem Kerntemperaturthermometer in den Backofen stellen, der dann auf 63–65° C aufgeheizt wird. Sobald die Temperatur von 63° C des Wassers erreicht ist, vorsichtig die Eier in den Topf geben und diese eine Stunde ziehen lassen. Ja nach Backofen die Temperatur drosseln. Manchmal genügt es auch, den Ofen auszuschalten und zu schließen.

Inzwischen die Erbsen bissfest garen und auskühlen lassen. Dann die Blätter vom Babyspinat auf zwei flachen Tellern anrichten. Die mit Minze vermischten Erbsen sowie die entkernten und in Stücke geschnittenen Paprika auf den Blättern verteilen. Salzen, pfeffern und das Dressing gut darüber verteilen. Mit einem Esslöffel eine kleine Mulde in der Mitte des Salates formen. Zuletzt die fertig gegarten Stundeneier vorsichtig aus der Schale in die Mulde gleiten lassen und gleich servieren. Wer will, kann das Ei noch ein wenig nachsalzen oder Trüffelsalz darüber streuen.

Getoastetes Weißbrot, das in das Ei oder in die Marinade getunkt wird, passt hervorragend zu diesem feinen Salat.

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Eindrücke